Jakob der Lügner
Polen, 1944. Im jüdischen Ghetto stößt Jakob Heym zufällig auf die Nachricht, dass die Rote Armee vorrücken soll. Um den Menschen um ihn herum neuen Mut zu geben, greift er zu einer Notlüge und behauptet, Zugang zu einem versteckten Radio zu haben. Die von ihm weitergegebenen Meldungen schenken vielen neue Hoffnung – auch wenn sie die drohenden Deportationen nicht aufhalten können.
JAKOB DER LÜGNER beruht auf Jurek Beckers eigener Lebenserfahrung: Becker überlebte als Kind das Ghetto von Łódź und später das Konzentrationslager Sachsenhausen. Sein Exposé wurde der DEFA bereits 1963 vorgelegt, blieb jedoch unbeachtet. Erst der große Erfolg des später daraus entstandenen Romans führte zur Verfilmung – einem der eindringlichsten Filme der DEFA über Menschlichkeit, Mut und die fragile Macht der Hoffnung.
Bild © PROGRESS Film-Verleih / Herbert Kroiss