B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin
Auf den Spuren von Legenden wie David Bowie und CAN zieht der Punkrocker und Liebhaber früher Elektronik-Acts, Mark Reeder, 1979 von Machester in das geteilte Berlin. Und filmt dort glücklicherweise alles, was ihm vor die Linse kommt: Teenager in schwarzer Lederkluft mit wilden pink-roten Mähnen, Gigs in ranzigen Kellerlöchern und bekannte Szenegrößen wie Nick Cave, Gudrun Gut von Mania D. und Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten. Als Insider/Outsider wirf Reeder einen Blick in das Epizentrum der deutschen Untergrundkultur – von den systemsprengenden Sternstunden der Bewegung bis zu ihrem langsamen Ausklang in den Jahren nach der Wiedervereinigung.
Mit seiner liebevollen Auswahl von Film- und Tonmaterial aus einem faszinierenden Jahrzehnt liefert B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin einen rasanten, aber doch intimen Einblick in die Subkultur der Berliner Punk- und Elektronikszene durch die Augen eines ihrer größten Verehrer. Gewinner des Heiner-Carow-Preises bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 2015.
Streaming im Rahmen von Alle gegen Alles: Punk@50. 1976 hatte der Punk, der als Untergrundbewegung begann, mit seinem kühnen neuen Sound, seinem Anti-Establishment-Ethos und seiner kraftvollen Do-it-Yourself-Haltung im politischen wie persönlichen Ausdruck seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Fünfzig Jahre später feiert diese Filmreihe die Geschichte der Punk-Rebellion in Deutschland und seine anhaltende Rolle als Gegenmittel zum Konformismus der heutigen Zeit. Kostenlos verfügbar bis 31. Dezember 2026.
Bild © Interzone Pictures